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Unerwarteter EM-Podestplatz für Ueli Utzinger
Auf der nostalgischen Crosspiste in Hawkstone-Park in England kam es zum Finale der EM 2009. Der Kurs, auf welchem schon in den 50-er Jahren Motocross-Rennen stattfanden, ist eine grosse Herausforderung für Mensch und Maschine. Um die Piste so original wie möglich zu belassen, wurden keine grossen Arbeiten ausgeführt. Auch die Lattenzäune am Pistenrand vervollständigten das altertümlich anmutende Bild. Eine ewiglange, steile Auffahrt und der tiefe Sand machten die Aufgabe für die Fahrer nicht einfach. Wenigstens bescherte das Wetter keine Kapriolen und der zeitweise Sprühregen wirkte sich nicht gross negativ aus. Ueli Utzinger, Wädi Senn, Beni Winiger, Dany Nüssli, Reto Vittori, Joe Büsser und Martin Oesterle haben den Weg auf die Insel nicht gescheut und die Rennen um die EM-Plätze aufgenommen. Schon im ersten Lauf der 50+ Kategorie wurde von den Holländern Schramm und Nieuwenhof der Tarif bekanntgegeben, sie fuhren ihr eigenes Rennen in einer eigenen Liga. Mit den Rängen 4 und 5 lagen Ueli und Wädi nur knapp hinter dem Tschechen Nevedly. Auch Beni hätte sich mit Sicherheit ganz vorne klassieren können – ein praktisch zahnloses Antriebsritzel warf ihn aber an fünfter Stelle liegend aus dem Rennen. Nachdem im zweiten Lauf der Tscheche nicht vom Start wegkam und Schramm im Kampf mit Nieuwenhof mit gebrochenem Handgelenk aufgeben musste, war der Weg frei für Ueli (2.) und Wädi (3.) aufs Podest der Tageswertung. Das Pech von anderen wurde zum Glück von Ueli, mit einem winzigen Punkt Vorsprung erreicht er im EM-Schlussklassement den unerwarteten 3. Rang und ist damit Nachfolger von Beni. Wädi behauptet sich erneut auf dem 6. Gesamtrang. Mit Platz 8 trägt auch Beni im nächsten Jahr eine einstellige Startnummer. Als 10. in England hat sich auch Martin Oesterle sehr gut klassiert. Mit seinen 4 EM-Läufen liegt er auf dem 17. Gesamtrang, zwei Plätze hinter Bruno Müller. Mit Gegnern und tiefem Sand etwas schwer taten sich unsere Schweizer auch in der Kat. 35+. Dany Nüssli gelang zwar zweimal ein perfekter Start, er musste sich aber in der Folge nach und nach von den starken Engländern überholen lassen. Zweimal Rang 7 ergaben auch in der Tageswertung Platz 7. Da er nicht nach Schweden gefahren war, hat Dany nur 4 zählbare Resultate und kommt nicht über den 8. EM-Gesamtrang hinaus. Gleich hinter ihm liegt Joe Büsser. Auch er hat nur 4 Läufe in der Endabrechnung. Seine 53 Punkte reichten in England zum 9. Rang. In beiden Läufen musste er sich von der Spitze überrunden lassen, so krass war die Überlegenheit der Einheimischen. Dass es sich rangmässig lohnen kann, an allen Veranstaltungen teilzunehmen, zeigte Reto Vittori. Mit der 7 wird er in der Kat. 35+ im nächsten Jahr von den Schweizern die tiefste Startnummer tragen. Trotz einem schmerzhaften Sturz im ersten Lauf kämpfte er sich durch und beide Resultate in England kamen in die Endabrechnung. Mit total 119 Punkten liegt er genau einen Punkt vor Dany. Der nächste ECMO-Anlass ist das Nationencross, welches am 12. Sept. 2009 in Boekel (NL) stattfindet. Bleibt zu hoffen, dass dort die Beteiligung wieder grösser sein wird als an den EM-Läufen. Man sollte analysieren, warum in diesem Jahr so wenige Fahrer an den EM-Rennen teilgenommen haben: - liegt es an der Tatsache, dass zweimal per Fähre angereist werden musste - liegt es an den Terminen (zwischen Schweden und England nur gerade 2 Wochen) - liegt es an der allgemeinen Finanzkrise Es wäre schade, wenn keine Organisatoren für die Rennen mehr gefunden werden können, weil es sich kaum mehr lohnt, für knapp 80 Fahrer diesen grossen Aufwand für eine Veranstaltung zu treiben.
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Bericht und Fotos von Elsbeth Kunz
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