Das "Ländle" zeigte sich von seiner besten Seite.

Schöner kann ein Weekend für OMCler gar nicht sein. Für die Meisterschaftsrennen in Triesen (FL) am Pfingstmontag kamen die Fahrer schon am Sonntagnachmittag zahlreich angefahren, sagte der Wetterbericht doch nur Sonnenschein an. Trotz vielen schwarzen Wolken fielen nur vereinzelte Tropfen. Und dann ist ja noch die neue Piste, die der Motocross-Club Triesen gebaut hat. Für mich als Nichtfahrer war der Anblick der Linienführung sehr gut, die Fahrer schauten allerdings eher etwas skeptisch bei der ersten Besichtigung am Sonntagabend. Gemütliche Grillpartys vor vielen Camperfahrzeugen rundeten den Sonntagabend mit diversen Fleisch- und Rauchgenüssen ab.

Am Pfingsmontagmorgen ratterten dann endlich die Motoren für die Trainingsläufe und das Erkunden der neuen Linienführung. Durch das trockene Wetter war die steinige Piste sehr hart, und so gingen die Fahrer mit Gefühl in die ersten Runden. Aber schon bald wurden die Fahrer etwas mutiger und gaben Gas.

Bei den 68er gab Walter Zünd gleich den Tarif durch, Urs Menzi und auch Martin Wichser liessen sich aber nicht allzu stark abhängen. Karl Kaiser nutzte das Training als Standortbestimmung für sein lädiertes Bein, und wieder stark fuhr Roland Büchi, der schon in Wohlen überraschte. Am Start war auch Noldi Senn, und es schien ihm Spass zu machen, wieder mit viel Elan Runden zu drehen.

Den ersten Lauf dominierten Walter Zünd, Urs Menzi und Martin Wichser, dahinter lieferten sich aber Max Urech und Hubert Brügger einen Kampf auf Biegen und Brechen, den Max mit Fotofinish für sich entscheiden konnte. Die weiteren Ränge belegten Bruno Maag und Jack Frei.

Im zweiten Lauf sollte das Duell zwischen Walter Zünd und Urs Menzi weitergehen, aber für das Highlight sorgte Bruno Maag, dem die Strecke vielleicht etwas zu eng war. Wegen technischem Defekt fuhr er geradeaus durch die Streckenabgrenzung und landete ennet dem Bretterverschlag. Wie durch ein Wunder blieb er praktisch unverletzt. Ich hoffe, sein lädiertes Knie hat sich wieder „erholt“.
Tagessieger wurde nicht überraschend Walter Zünd vor Urs Menzi und Max Urech.

Die 75er starteten gleich mit enormem Zug, Utzi führte von Beginn weg vor Beni Winiger. Dani Buschor, der „Neuling“ im Feld, zeigte aber gleich von Anfang an, dass diese Saison mit ihm zu rechnen ist. Schon in Wohlen hatte er seine Klasse bewiesen. Die Verfolger kämpften hart aber fair um eine gute Positionierung für den weiteren Rennverlauf. Ueli Utzinger landete einen klaren Start-Zielsieg, auch der zweite Lauf konnte er für sich entscheiden und sich als Tagessieger feiern lassen, vor Joe Büsser und Walter Zünd.

Als Pechvogel darf man Beni Winiger hervorheben, der auf der durch Wasser schmierigen Unterlage wegrutschte und sich am Daumen verletzte, für ihn war der Tag gelaufen. Und natürlich Bruno Müller, der trotz Hightech-Einrichtung seiner BSA keine Geräusche entlocken konnte und so punktelos blieb.

Für die zahlreichen Zuschauer immer wieder interessant sind die Nostalgiefahrer des OMC, die mit Ihren doch recht alten Motorräder die Zuschauer in den Bann ziehen. Herzlichen Dank dem Veranstalter, der diese Zusatzrunden ermöglichte.

Ich verweise auf die aufgeschalteten Bilder, die sowieso mehr sagen als viele Worte. Und zudem war eigentlich vorgesehen, dass unser neuer Speaker, Elio Cressani, auch gleich die Berichte schreiben sollte. Aber diese Info war nicht ganz korrekt und für die nächsten Rennen werde ich wieder über das Renngeschehen schreiben. Frauenfeld/Gachnang folgt!