Classic Motocross de Nations 13. Sept. 2008

Das finnische Heinola, ca. 150km nördlich von Helsinki , war Gastort des diesjährigen CMCdN. Der weite Weg und die enorm hohen Reisekosten haben wohl einige Teams von der Teilnahme abgehalten und so fanden sich lediglich 7 Nationen mit insgesamt 18 Teams auf dem Rennplatz ein.
Schon am Dienstagabend starteten wir Richtung Norddeutschland. Treffpunkt war das Hermsdorfer-Kreuz, von wo aus wir den Weg nach Rostock nach einem ausgiebigen Frühstück gemeinsam unter die Räder nahmen. Erst um 23 Uhr konnten wir auf der „Superfast VIII“ einchecken und um halb 4 Uhr liess diese die Leinen los. Ganze 28 Stunden dauerte die Ueberfahrt und die Möglichkeiten um die Zeit totzuschlagen waren sehr beschränkt. Am Freitagmorgen hiess es schon früh auschecken und nach einigen Umwegen wurde die richtige Autobahn Richtung Norden gefunden. Kurz vor Mittag fanden wir uns auf dem grosszügigen Rennplatz in Heinola ein. Sehr kalt war es geworden und eine zügige Bise ging fast durch Mark und Bein. Am Abend trafen auch Joe Büsser und Peter Engeli ein, welche aus zeitlichen Gründen per Flugzeug und Mietauto nach Finnland reisten.
Schon im Training am Samstagmorgen zeigte sich die Piste in einem guten Zustand, aber durch den vielen herangekarrten Sand auch ordentlich anstrengend zu befahren. Bei allen Kategorien waren nur 6 Teams am Start und so konnten jeweils alle 24 Fahrer ihren Platz direkt an den Startgatter einnehmen. Auf der langen Piste zogen sich die Felder weit auseinander; in der Folge gab es sehr wenige Stürze und überhaupt waren relativ wenig Ausfälle zu verzeichnen. Um im Team Ambitionen auf einen Podestplatz zu haben, wären darum schon zwingend 3 sehr starke Fahrer nötig gewesen, vor allem weil die Finnen und die Schweden mit den besten Fahrern angereist kamen. So resultiert am Schluss für das 50+ Team mit Walter Senn, Beni Winiger, Rolf Siegenthaler und Jack Frei der 4. Platz mit plus 23 Rangpunkten Rückstand aufs Podest. Mit plus 37 Rangpunkten war der Rückstand des 40+ Team aufs Podest noch grösser und sie schlossen das CMCdN auf Platz 5 ab. Alle Schweizer beendeten die Rennen ohne nennenswerten Zwischenfällen ausser Beni, welcher, abgeschossen schon in der ersten Kurve, das Feld von ganz zuhinterst aufrollte und sich doch noch auf den 9. Rang vorkämpfen konnte.
Die leise Enttäuschung über das Abschneiden konnte auch durch die etwas gar einfach gehaltene Siegerehrung in einem 9km vom Renngelände entfernten Raum nicht wettgemacht werden. Dank dem Mietauto konnten wir uns frühzeitig zurückziehen und den Schlummertrunk im kleinen Kreis einnehmen.
Während Joe und Peter sich am Sonntagmorgen schon in aller Frühe Richtung Flughafen aufmachten, verbrachten die Uebrigen einen langen Tag mehr oder weniger auf dem Rennplatz ohne dass einer Lust verspürte am internationalen Rennen teilzunehmen.
Am Montag ging`s zurück nach Helsinki. Vor dem Einchecken auf der Fähre begaben wir uns auf einen Stadtspaziergang und besuchten den Hafen mit seinen zahlreichen Marktständen und der Markthalle. Wieder auf der Fähre sehnte man sich langsam nach zuhause, aber noch lagen wieder 28 Stunden Ueberfahrt und gut 1000km Autofahrt vor uns.
Zum Schluss möchten sich die Mitglieder der beiden Nationen-Cross-Teams ganz herzlich bei Hans Landolt und dem OMC bedanken für den grosszügigen Zustupf an die Reisekosten nach Finnland.



Bericht und die Fotos von Finnland sind von Esbeth Kunz