Feldkirch, 29. Juni 2008. Der Mythos Montikel lebt

Es war einmal mehr ein wunderbarer, heisser Cross-Event am Montikel. Und einmal mehr wurde toller Cross-Sport in einer speziellen Umgebung geboten. Die Stimmung in Feldkirch ist einfach einmalig: Die Tausenden von Zuschauern, die Strecke und die perfekte Organisation.

Das Zeittraining für die Oldtimer Pre 68 fand leider unter schwierigen Verhältnissen statt, da die Organisatoren die Piste nässen müssen wegen zu starker Staubentwicklung. So hatten einige Fahrer doch Mühe, die Strecke richtig auszutesten. Aber für die Platzierung am Startbalken war das ja nicht so wichtig, hatten doch alle 17 Fahrer in der ersten Reihe Platz.

Der erste Lauf war geprägt durch den Dreikampf Zünd/Urech/Mohr, den Walti Zünd sscheinbar sicher nach Hause fahren sollte. Aber eben: rund 30 Meter vor dem Ziel wollte seine Maschine nicht mehr und blockierte. Dahinter bekämpften sich Max Urech und Werni Mohr, wobei es zu einem kleinen Rencontre kam und beide stürzten. Während Werni versuchte, seine Maschine wieder zu starten, stoss Max Urech seine BSA zu Fuss durchs Ziel und wurde als Sieger abgewunken. Dahinter folgten dann Werni Mohr und Hubert Brügger, der Walti Zünd noch „abfangen“ konnte. Auf die weiteren Ränge fuhren Martin Oesterle, Roland Büchi und Jack Frei.

Im zweiten Lauf hatte dann Walti Zünd auf der Ersatz-Matchless das nötige Glück doch noch und fuhr einen klaren Start-Ziel-Sieg heraus. Pech hatte einmal mehr Werni Mohr, dem die Kette heraussprang, und er dadurch mehrere Plätze verlor. Als zweiter fuhr Max Urech durchs Ziel, vor Martin Oesterle, Hubert Brügger und Ueli Gerster. Als Tagessieger liess sich Max Urech feiern, auf dem zweiten Platz war Walti Zünd vor Hubert Brügger.

Die beiden Wertungsläufe der Kategorie Pre75 mussten bei enormer Hitze ausgetragen werden, was an die Kondition der Fahrer ging. Einmal mehr meisterte Ueli Utzinger beiden Läufe problemlos von der Spitze aus, was wiederum den Tagessieg bedeutete. Im 1. Lauf hiess der erste Verfolger Dany Nüssli, vor Benny Winiger und Joe Büsser; im 2. Lauf war die Reihenfolge umgekehrt: Joe vor Dany und Benny. Auf dem Podest standen neben Ueli Dany im 2. Rang und Joe als Dritter, der sichtlich erleichtert war, dass seine BSA für einmal in allen 3 Läufen rund lief.

In Feldkirch gehen auch immer wieder die Seitenwager-Spezialisten gerne auf die Piste, was das grosse Fahrerfeld auch bewies. Und sie boten spannende Läufe und es gab immer wieder interessante Duelle und Verfolgungsrennen. Von 23 Gespannen kamen 10 aus der Schweiz. Indergand Felix/Nell Walter gewannen das Zeittraining vor Binder/Weber (GER) und Wälti/Wälti. Im ersten Lauf lief es für die beiden dann aber nicht mehr so rund, und so wurden sie nur Dritte hinter dem deutschen Paar Schmid/Meussburger und den Schweizern Wälti/Wälti aus Ermatingen.
Im zweiten Lauf dominierten dann Wälti/Wälti das Rennen und gewannen klar vor den beiden Gespannen aus Deutschland, Schmid/Meusburger und Binder/Weber. Als Tagessieger konnten sich dann Hansruedi und Simon Wälti feiern lassen, auf dem 2. Platz landeten Dietmar Schmid/Mario Meusburger und 3. Wurden Claus Binder/Reinhard Weber, beide Gespanne aus Deutschland. Die weiteren Schweizer Gespanne: 4. Platz Kobi/Röttgen, 5. Huwyler/Huwyler mit Ihrer „Soundmachine“,9. Indergand/Neff, 10. Büeler/Büeler.

Ein heisser, wunderbarer Crosstag war es einmal mehr in Feldkirch und alle freuen sich bestimmt wieder auf nächstes Jahr, wenn es heisst: Der Montikel ruft.