Die CEC-Läufe 3 und 4 fanden am 7. Juni 2008 auf der Piste „Valmanera“ in Asti statt. Nach der Absage der Rennen in Pössneck infolge des plötzlichen Herztodes des Dänen Peer Skytte, waren in Italien die ersten EM-Punkte dieser Saison zu holen. Noch selten waren an einem EM-Lauf so viele OMC-Mitglieder gemeldet. Dazu gesellte sich noch eine stolze Zahl von Betreuern, Mechanikern und Fans. In dieser Jahreszeit ist man sich auf dieser Piste an ordentlichen Staub gewöhnt. Nicht so in diesem Jahr – schon seit Wochen ist das Wetter im Süden schlecht und auch am Freitagnachmittag verwandelte ein veritabler Platzregen das ganze Fahrerlager innert weniger Minuten in eine Flusslandschaft und auch auf der Piste lösten sich einige kleine Erdrutsche. Mehr oder weniger die ganze Nacht regnete es praktisch durch und am frühen Morgen mochte niemand so richtig an die Durchführung der Rennen denken. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und der Pistenwart bearbeitete die Piste an einigen exponierten Stellen mit dem Bagger. Mit einer Stunde Verspätung konnte dann tatsächlich mit dem freien Training begonnen werden. Schnell stellte sich heraus, dass die Piste gar nicht schlecht zu befahren war und bis zum zweiten Durchgang am Nachmittag schien sogar die Sonne und der Staub machte sich bemerkbar. Die Kategorie 40+ eröffnete den ersten Wertungslauf. Ueli Utzinger gewann den Start, wurde aber schon in der ersten Ecke brutal von einem Italiener abgeschossen und gab danach das Rennen auf. Joe Büsser kämpfte sich bis auf den 3. Rang vor, musste aber für den 2. Lauf fortait erklären, da der Motor seiner BSA bedrohliche Geräusche von sich gab. Mit zwei perfekten Läufen in Rhenen sind seine Chancen auf einen erneuten Podestplatz in der EM aber immer noch intakt, da die drei besten Läufe gewertet werden. Ebenfalls mit Motorenschaden im ersten Lauf fiel Reto Vittori aus, besonders ärgerlich, da er sich zu jenem Zeitpunkt um Rang 10 herum befand. Roland Büchi beendete den ersten Lauf auf dem 18 Rang, musste aber im Zweiten mit einem Plattfuss die Segel ebenfalls frühzeitig streichen. Mit zwei soliden, unspektakulären Läufen klassierte sich Dany Nüssli auf dem 6 und dem 4 Platz, womit er auf dem vierten Platz in der EM-Zwischenwertung liegt. Wesentlich glücklicher kämpften die OMC-ler in der Kategorie 50+. Obwohl Beni Winiger im ersten Lauf an zweiter Stelle liegend eine Bodenprobe nahm und dadurch kurzzeitig einige Plätze verlor, konnte er sich bis zur Zielflagge wieder auf den 3. Platz vorarbeiten. Im zweiten Lauf fightete er wieder mit dem Schweden Josefsson, musste diesen aber doch ziehen lassen und sich völlig ausgepowert mit dem vierten Rang begnügen. Es reichte aber trotzdem für den 3. Gesamtrang und eine Spumante-Dusche auf dem Podest. Walter Senn konnte seine perfekten Start´s nicht ganz umsetzen und beendete zweimal auf dem 8. Platz. Glücklicherweise blieb auch seine Bodenberührung ohne Folgen. Bemerkenswert schlug sich der EM-Neuling Martin Oesterle. Vorallem im 2. Lauf mischte er nach dem Start ganz vorne mit. Mit Platz 14 und 18 liegt er im Moment auf dem feinen 14. Rang in der Zwischenwertung. Mit den Rängen 17 und 19 liegt auch Jack Frei im Mittelfeld dieser Kategorie. In der Kategorie 60+ verblüffte Werner Mohr mit zwei guten Läufen und vor allem liess ihn seine CZ für einmal nicht im Stich. Mit den Rängen 7 und 3 belegt er im Gesamten auf Rang 4 direkt vor Piet van Dijk, welcher das Ziel als 4. und 7. kreuzte. Für das beste Resultat aus Schweizer Sicht sorgte aber Hubert Brügger in der neuen Kategorie 66+. Nach dem zweiten Platz im ersten und auch im zweiten Lauf konnte er als gesamt Zweiter aufs Podest steigen. Ueli Gerster brachte nach dem 8. Platz im ersten Umgang durch ein eigenes Missgeschick seine Tribsa nicht zum Laufen und hat so sein Streichresultat auch schon auf dem Notenblatt. In einem knappen Monat, am 5. Juli 2008, finden in Rhenen (Holland) die beiden letzten Läufe zur diesjährigen EM statt und die Fahrer haben die Chance ihre Resultate noch zu verbessern.
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