Moutier 07

Moutier finden ist leicht – aber wo lärmen die Crosser?

Das fragte sich bestimmt mancher, als er die schmale Strasse hochfuhr. Es ist das erste Mal, dass ich zum zweiten Mal (!) in die gleiche Ortschaft fuhr. Vor einem Jahr war es, dass ich mit Bruno nach Moutier kam, um für Euch zu fotografieren und zu schreiben. Ich habe mir natürlich vorgestellt, dass die Rennen am gleichen Ort stattfinden, allerdings schon mit Vorbehalt – weil vor einem Jahr die Autobahn noch nicht fertig war. Also fuhr ich im Kreisel vor Moutier links hinauf – und gleich wieder zurück: und jetzt sah ich das Schild mit der Aufschrift „Motocross“. Aber das zeigt ja in die Richtung, von der ich soeben gekommen war. Kurzes Überlegen: aha, der Wind hat da mitgespielt. Also hinein in die Stadt, und von jetzt an der Markierung folgend. Und immer höher hinauf und noch weiter. Und dann endlich: eine wunderbare Jurahocheebene mit schönen Bauernhöfen und den typischen Jurahäusern mit einladenden Hausfronten. Es fehlten nur die 1-PS-Pferde.

Aber dafür dröhnten die Motoren. Es war für einmal etwas weniger trocken, auf dem doch sehr flachen Gelände mit den künstlich eingebauten Sprüngen konnte dafür umso mehr Gas gegeben werden. Und hier zeigte sich deutlich, wer Dampf unterm Sattel hatte.

Der Start zum ersten Lauf klappte hervorragend, das gesamte Feld kam geschlossen in die erste Kurve, aber die schnellen Passagen sorgten dann relativ schnell für kleinere Gruppen, die sich harte Kämpfe leisteten um die besten Plätze. Pech hatte Wädi Senn, der vor dem ersten kleinen Sprung eine eigene Linie wählte, dafür aber einen Sturz provozierte und das Feld von hinten aufrollen musste. Aber mit seinem Können und dem Power in seiner BSA fuhr er dennoch in die vorderen Ränge. Pech hatte auch Joe Büsser, der am grossen Sprunghügel mit Paul Genpf in die Quere kam, und damit seinen 2. Platz abgeben musste. Die Fahrer blieben aber von Verletzungen verschont. Ansonsten gab es keine grossen Überraschungen und der Sieger hiess einmal mehr Ueli Utzinger.



 



Auch der Start zum 2. Lauf klappte vorzüglich und alle Fahrer kamen wieder bestens weg vom Balken. Und auch jetzt gab es vor allem im Mittelfeld wieder spannende Kämpfe, während vorne die Post abging. Ich meinerseits habe aber wieder viel zu viel durch das Objektiv geguckt, so dass ich mögliche Quereleien und Stürze übersehen habe, aber hauptsächlich gab es an diesem Renntag keine gröberen Verletzungen und Maschinenschäden. Grösster Pechvogel dürfte Joe Büsser gewesen sein, der nach dem Sturz im ersten Lauf auch im zweiten Lauf wegen Maschinenschaden aufgeben musste.



 



 



Das nächste Rennen in Merenschwand muss ich leider passen, da ich das lange Wochenende privat geniesse, freue mich aber auf Triesen. Wenn man sich auf der Homepage vom Motoclub Triesen einklickt (www.mcct.li), sieht man, dass hier eine grosszügige Piste entstanden ist und ich bin gespannt darauf, wie sich diese Piste für die Fahrer präsentiert. Also – bis bald.

Fotos von Moutier sind hier zu finden.