Motorräder Unterhalten selbstverständlich !

Motorräder Unterhalten selbstverständlich !!!

Motorräder Modernisieren bald selbstverständlich ??

Wer ein eigenes Oldtimer-Motorrad besitzt, hat zu diesem meist eine so enge Beziehung, dass es für ihn selbstverständlich ist, dieses in Schuss zu halten. Er trägt Sorge zu seiner(n) Maschine(n), pflegt, schleift, malt und repariert alles und tut das klaglos. Der Stolz am eigenen, gepflegten Motorrad wiegt die Mühen mit der Instandstellung/Instandhaltung seines Gefährts und die nicht unerheblichen Kosten bei weitem auf.
Etwas anders sieht es bei den alt/modernen Nachbildungen ( Replica) aus. Die Beziehung hier ist weniger emotional und läuft sehr oft nur über das Portemonnaie. Alles spricht aber auch bei diesen Geräten dafür, dass man sorgsam mit der „Substanz“ umgeht, sie bestmöglich tuned (Leistung erhöht etc.) und regelmässig repariert.
Denken wir an unsere Aktivzeit zurück. Pro Saison haben ca. 8 Rennen stattgefunden. Hatten wir dazumal Zeit und Geld, unsere Renner auf den teilweise heutigen Standard zu bringen? Bei weitem nicht. Damals zählte vermehrt Muskelkraft, Kondition, Fahrweise, Streckenabschreitung/Einprägung (zu Fuss natürlich) um bei den Bestplatzierten dabei zu sein. Man bedenke, dass wir damals wie heute mit den selben Original-Motorrädern wieder unterwegs sein sollten, denn dies gab im Jahre 1998 den Anlass den heutigen OMC Schweiz zu gründen (s. Statuten unter Vereinszweck).
Wollen oder müssen wir unseren Club noch weiter reglementieren und das bis zum geht nicht mehr, in der Hoffnung, dass etliche ältere Fahrer mit ihren Original-Crossern entweder bei uns aussteigen, oder versuchen, bei dem einen oder anderen Anlass eine Demofahrt durch zuführen?
Ich mache mir Sorgen über Sinn oder Unsinn dieser Veränderungen und appelliere an die Macht des Gewissens jedes Einzelnen, ob er sich mit seiner Maschine identifizieren kann (sprich Original dem Jahrgang entsprechend), ob er sich in unserem Club noch wohl fühlt, oder besser eine Lizenz lösen würde, ob er seinen Fahrstil gegenüber seinen Kollegen anpassen kann, damit diejenigen, die sich mit ihrem „Göppel“ abmühen müssen nicht auch noch In Stürze und oder andere Schwierigkeiten verwickelt werden.
An uns Allen (nicht nur am Vorstand und der Info-Redaktion) liegt es, die Vorfreude und Begeisterung auf die kommende Saison hin nach Kräften zu verstärken, uns sozusagen anstecken zu lassen.
An uns liegt es auch, Kritik und Skepsis ernst zu nehmen, nicht zu bagatellisieren, jedoch durch unser Mitdenken und Mitfühlen zu relativieren. Auch neue und schwächere Fahrer brauchen in diesem harten Sport unsere Begleitung, unsere Unterstützung und unser Verständnis.
In diesem Sinne wünsche ich jedem, der noch ein OMC Gewissen hat, viel Freude und Erfolg und keine Enttäuschungen.



Mit sportlichen Grüssen

Turi Sulzer

Vorstandsmitglied OMC



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