OMC-Meisterschaftsläufe in Triesen FL vom 11. Juni

Walter Stäuble hat garantiert nicht nur alle OMC-Mitglieder nach Triesen ins „Ländle“ eingeladen, sondern ganz bestimmt auch Petrus … Und Petrus kam, und wie. Das ist eine von zwei erfreulichen Nachrichten vorab. Die zweite ebenso wichtige Mitteilung war die Antwort von Martin Wichser auf meinen Telefonanruf: es geht ihm gut. Starke Hüftschmerzen werden ihn in den nächsten Tagen sicher noch an den Sturz erinnern und eine Weile ausser Gefecht setzen – Motto also: Gesundheit geht vor.
Zurück zu Walti und seinem Helferteam. Hedy Stäuble, Margrit Hegglin und Christoph Sieber leisteten grossartige Hintergrundarbeit und waren immer top ajour mit den aktuellen Resultaten, so dass der Speaker Elio Crestarie das Fahrerlager und die vielen Zuschauer auf dem Laufenden halten konnte.





 



Die wunderschön angelegte Piste mit den engen Kurven und weiten Sprüngen reizte die Fahrer schon im Training für Totaleinsatz. Jeder wollte endlich mal bei trockenen und staubigen Pistenverhältnissen sein Motorrad und die eigene Fitness testen und so wurde ganz schön am Gashebel gezogen.
Leider hielten aber nicht alle Maschinen und Knies, so musste Bruno Oertig schon in der zweiten Rund mit gebrochener Fussraste den Tagesplan umstellen. Aber so konnte er sich wenigstens von der unter der Woche eingefangenen Grippe erholen. Auch Beny Winiger musste einsehen, dass seine in Pösseck erlittenen Knieschmerzen ein Weiterfahren unmöglich machten – Motto auch hier: Gesundheit geht vor.
Wie schon anfangs erwähnt, kommen alle Fahrer gerne nach Triesen. Und somit konnte diese Saison endlich in allen Kategorien separat gestartet und gewertet werden.



 



Dominator in der Kat Pre68 war Urs Menzi, der in beiden Läufen klar vorne weg fuhr, um die nächsten Plätze wurde aber heftig gekämpft. Das grosse Starterfeld zog sich relativ schnell in die Länge und so gab es immer wieder spannende und umkämpfte Überholmanöver.



 



Im ersten Wertungslauf gelang Noldi Senn ein Traumstart und er bog als erster in die enge Kurve auf die Piste, dahinter folgten Urs Menzi, Richard Denervaud, Rolf Siegenthaler und Ueli Gerster, auch Willi Läderach mischte anfangs ganz vorne mit. In der 2. Runde fuhren dann auch noch Karl Keiser, Peter Treichler und Hubert Brügger nach vorne. Während Urs unangefochten vorne weg fuhr, gab es um die weiteren Podestplätze noch spannende Duelle, einerseits zwischen Rolf Siegenthaler und Peter Treichler, sowie etwas weiter zurück kämpften Hubert Brügger und Max Urech um den Anschluss.
Im Ziel lagen dann Urs Menzi, Rolf Siegenthaler und Peter Treichler vorne.



 



Der zweite Lauf wurde wiederum von Urs Menzi dominiert. Aber aus dem Startbalken kam diesmal Karl Keiser am schnellsten auf die Piste. Max Urech hängte sich gleich hinter Urs und erwischte dann den besten Verfolgerplatz, hart bedrängt von Karl Keiser, Richard Denervaud, Anton Bartlome, Rolf Siegenthaler und Peter Treichler. Später fiel dann Richard Denervaud zurück, dafür drehten Hubert Brügger, Walter Stäuble und Ueli Gerster auf und reihten sich im vorderen Drittel ein. Pech hatte dann Karl Keiser in der zweitletzten Runde bei einem Überholmanöver, er touchierte einen Fahrer, stürtzte und fiel somit aus der Entscheidung, die folgendermassen lautete: Urs Menzi vor Max Urech und Rolf Siegenthaler.
Tagessieger also ganz klar Urs Menzi vor Rolf Siegenthaler und Peter Treichler.
Die trockene und staubige Piste wurde in der Mittagpause im unteren Teil dann etwas zu stark genässt, und so gab es doch noch recht dreckige Töffs und Fahrer, aber schon bald war die Piste wieder total ausgetrocknet und wurde hin und wieder zur undurchsichtigen Fahrt ins „Ungewisse“. Also nach dem Rennen die Flasche ansetzen und den Staub „ausschwemmen“.



 



 



Auch die Kategorie Pre75 wurde ganz klar von einem Fahrer dominiert. Ueli Utzinger fuhr aufs Ganze, gewann beide Läufe souverän, und dass er dabei auch noch Spass hatte, die beiden grossen Sprungschanzen mit Vollgas zu überfliegen, zeigt ein gelungener Schnappschuss.



 



Aber hinter Ueli wurde umsomehr gekämpft und so kamen im ersten Lauf auch Martin Wichser, Walter Zünd und Dany Nüssli am besten aus der engen Startkurve auf die Strecke. Joe Büsser, Wädi Senn und Bruno Müller waren die weiteren Verfolger. Während des ganzen ersten Laufes blieb die Reihenfolge mit nur kleinen Positionsänderungen bestehen, was auch der Zieleinlauf bestätigte: Ueli Utzinger vor Joe Büsser und Walter Zünd. Auf den weiteren Plätzen Martin Wichser, Dany Nüssli und Wädi Senn.



 



Der zweite Lauf begann in ähnlicher Reihenfolge. Utzinger führte schnell vor Martin Wichser, Walter Zünd und Dany Nüssli, bis dann für Martin die verhängnisvolle 4. Runde zu einem abrupten Ende führte. Im dichten Staub stürzte er so unglücklich, dass er mit starken Hüftschmerzen und atemlos liegen blieb. Dank der ultraschnelle Betreuung durch die bestens organisierten Samariter und durch einem Arzt konnte er sofort betreut werden. Das Rennen wurde aber sofort abgebrochen, so konnten die Pfleger und Helfer staublos pflegen und ärztlich versorgen.
Der Lauf wurde aber gleichwohl gewertet und Laufsieger wurde Ueli Utzinger vor Walter Zünd, Dany Nüssli, Max Urech und Wädi Senn.
Tagessieger wurde natürlich Ueli Utzinger, im zweiten Rang klassierte sich Walter Zünd vor dem drittklassierten Dany Nüssli.

In Triesen fuhren erstmals diese Saison auch die „Nostalgiker“ mit Ihren Besitzern spannende und „staubige“ Rennen, und so mancher Töff hat bewiesen, dass er immer noch tauglich ist für den harten Pisteneinsatz.



 



Ein wunderschöner OMC-Crosstag mit vielen spannenden Läufen, tollem Clubgeist konnten alle in Triesen erleben – und so kann es den ganzen Sommer lang auch weitergehen. Nochmals einen herzlichen Dank an Walti und sein Team sowie all die Helferinnen und Helfer vom OK Motoclub Triesen.



Weitere Fotos von Triesen gemacht von Peter Winkelmann Oertig sind hier zu finden.



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