Zu meiner Person: ich heisse mit vollem Namen Peter Winkelmann Oertig, bin 57 Jahre alt, und wir wohnen seit 9 Jahren in Spreitenbach, beruflich bin ich in der grafischen Branche als Typograf tätig, zuletzt als Geschäftsführer in einer Werbeagentur, bzw. war ich, denn seit anfangs Januar 2006 bin ich infolge Firmenumstrukturierung (tönt so schön) offizielles RAV-Mitglied und natürlich auf der Suche nach einem neuen Job. Von der Crossszene habe ich eigentlich keine grosse Ahnung, von Motoren schon gar nicht, bin aber schon früher an Crossveranstaltungen herumgezogen, da ich seinerzeit ein grosser Fan von Fritz Graf war. Aber das ist schon alles. Frühere Aktivitäten bzgl. Fotos/Schreiben bezogen sich auf den Turnsport und Handball. Ich freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit mit Euch und bin natürlich sehr froh, wenn Ihr Erlebnisse/Situationen frei heraus erzählt. Ich glaube kaum, dass ich während einer Veranstaltung jeden Fahrer persönlich über seine Fahrten fragen kann, aber jeder sieht und hört ja meistens etwas über den andern. Beim Fotografieren versuche ich, von jedem Fahrer Bilder zu schiessen, aber ich habe schnell festgestellt, dass der Überblick rasch verlorengeht.
Und hier also eine Zusammenfassung vom Tag: Wer von den rund 35 Fahrern beider Kategorien hätte am Morgen um halb zehn gedacht, dass es noch ein so schöner Tag wird. Nicht schon wieder so nass und tief, war der Tenor aller bei der Besichtigung der Piste. Also doch noch rasch die „Igeli“-Pneus aufziehen. Und dann kam noch die bekannte welsche Gemütlichkeit dazu, und schon stimmte das Tagesprogramm nicht mehr. Der Trainingslauf für beide Kategorien wurde noch nach Fahrplan gestartet, aber nachher musste gestrafft werden und die beiden Kategorien wurden kurzerhand zusammengelegt und um rund 1 Stunde nach hinten verschoben. Auf einer anspruchsvollen Piste ging es dann aber bei doch guten Bedingungen los. Sogar die Sonne begeisterte sich an den Motorengeräuschen der Oldtimer und blieb gleich bis am Abend über der Piste stehen. Die Fahrer konnnten sich also richtig ins Zeug legen, spannende Duelle und Manöver sorgten für das nötige Kribbeln und man merkte, dass jeder froh war, nach der langen Winterpause seine Maschine wieder mal richtig durch den Dreck jagen zu können. Kleine Malheure gehörten dazu, Stürze und Aussetzer blieben aber zum Glück Mangelware. Durch die Zeitverschiebung schaffte auch Bruno Oertig eine kleine Meisterleistung, schon beim Warmlaufen fehlte bei seiner Metisse der Oeldruck, also schnell eine Totalreparatur zu Hause und zurück auf die Piste. Er schaffte zwar noch knapp den Einstieg in die letzten paar Runden, aber ohne Training geht halt auch bei ihm nichts. Nach einer halben Runde lag er schon im Dreck und der Ärger entsprechend. Dann hiess es Maschine putzen, alles überprüfen, relaxen und Kalorien futtern für den zweiten Lauf, der ebenfalls zusammen gestartet wurde. Und jetzt war die Piste doch teilweise recht griffig und entsprechend wurde auch etwas agressiver gefahren und dem Motor noch etwas mehr abverlangt. Oder doch etwas zuviel wie Joe Büsser, ihm blockierte der Motor und aus wars. Die welsche Mentalität kam dann noch einmal beim Rangverlesen zum Ausdruck, wann es genau stattgefunden hat, habe ich bis „Redaktionsschluss“ nicht erfahren. Fazit: eine gelungene Fortsetzung der Meisterschaft bei besten äusseren Bedingungen und eigentlich nur zufriedene Gesichter nach einem erlebnisreichen Tag. Für mich ist es der erste Bericht dieser Art, ich hoffe, Text und Bilder passen zusammen und freue mich auf den nächsten Anlass.
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