Cross de Nation 03.09.'05 in Dieskau (D)

In Dieskau Nähe Leipzig, Deutschland, wurde am 03.09.05 das lang ersehnte „Cross de Nation“ der Oldtimer mit 13 teilnehmenden Nationen unter dem Dachverband der ECMO durchgeführt.
Die Schweiz war unter der Schirmherrschaft des OMC ebenfalls mit drei Mannschaften am Start.
Den Fahrern in den Kategorien 40+/50+ und 60+ wurde vom Motorsportverein Dieskau eine anspruchsvolle Strecke auf hartem Boden mit vielen Sprüngen vorbereitet. Wegen der starken Staubentwicklung musste die Strecke jeweils vor dem Start gewässert werden, was den Schwierigkeitsgrad für die Fahrer nochmals erhöhte.
Nach jeweils nur 20 Minuten Training pro Klasse wurde bereits um 10:30 zum ersten Lauf der Kat.60+ mit 10 Nationen respektiv 40 Fahrern gestartet.Vom Team Schweiz vertreten durch Gerster #21/Senn #22/Brügger #23 und Läderach #24 war leider in der ersten Runde kein Fahrer unter den ersten 25 auszumachen.





Senn und Gerster waren in eine Startkarambolage verwickelt, was für N.Senn auch das Aus für den zweiten Lauf bedeutete, Gerster konnte das Rennen als Letzter aufnehmen und schaffte so noch den 24.Rang. An der Spitze lebte das Rennen vom Dreikampf des Engländers Challinor, dem Holländer Keizer und dem Schweden Gummesson. Brügger erkämpfte sich nach einer tollen Aufholjagd Rang15, Läderach Rang 22.
Im zweiten Lauf kam wiederum der Engländer Challinor an der Spitze des Feldes aus der ersten Runde, vor dem Schweden Gummesson und dem Schotten Sullivan. Die nur noch 3 gestarteten Schweizer waren diesmal wieder nicht unter den ersten 25 anzutreffen. Leider musste der Lauf bereits in Runde 5 abgebrochen werden. Brügger schaffte es noch auf Rang 19 Gerster auf 25 vor Läderach auf 26. Das ergab schlussendlich den neunten Gesamtrang in der Kat.60+.

Pechvogel des Rennens
Aus Schweizer Sicht Noldi Senn, stürzte er doch wenige Meter nach dem Start, und musste mit Rippenbrüchen in Spitalpflege gebracht werden. Gute Besserung Noldi!

Highlights
Die gute Kameradschaft und Hilfsbereitschaft unter den drei Schweizerteams, sowie die gute Vorbereitung und Einstimmung durch Teamchef Joe Büsser. Um 11:00 Start der Kat.50+ mit 13 Nationen respektiv 52 Fahrern am Start. Das Team Schweiz vertreten durch Kalberer #13/Möckli #14/Baumann #15 und Häusermann #16.



 



Als führender aus der ersten Runde kam der Schwede Öhlund vor dem Tschechen Hanacek. Möckli war bereits auf Rang 9 vorgefahren als das Rennen in Runde 3 abgebrochen wurde. Der Restart zum ersten Lauf sah erneut Öhlund vor Hanacek und dem Deutschen Toman in Front. Baumann kam als sechster, Möckli als zehnter aus der ersten Runde. Kalberer und Häusermann waren nicht unter den ersten 30 auszumachen. Derweil vorne das Quartett Hanacek, Josefson, Öhlund und Toman um den Sieg kämpften, erkämpfte sich Möckli den 5 Rang, den er sicher ins Ziel fuhr. Baumann sicherte den 9 Rang und Altmeister Kalberer erkämpfte sich wie in alten Zeiten noch Rang13. Häusermann mit Rang 29 unter 52 Fahrern zeigte ebenfalls eine gute Aufholjagd. Diese Klassierungen bedeuteten, dass, das 50+ Team nach dem ersten Lauf hinter Schweden und England Rang 3 belegte.



 Max Möckli in Action




Die Geschichte des zweiten Laufes schrieb Josefson, der immer führte dann aber in der letzten Runde von Hanacek überrascht wurde. Auf Rang 3 folgte Öhlund vor dem Dänen Skytte und dem Engländer Winsor. Möckli als achter aus der ersten Runde, kämpfte bereits um Platz fünf, als er hinten einen Platten einfing. Kalberer duellierte sich mehrere Runden mit dem Spanier Molina und erreichte das Ziel nach einer kämpferischen Fahrt als elfter. Baumann wiederum duellierte sich mit dem Engländer Roper und erreichte Rang 12. Möckli wiederum konnte mit seinem Plattfuss immerhin noch Rang 26 ins Ziel bringen, was schlussendlich hinter Schweden, England und nur 10 Punkte hinter den Holländern den sehr guten vierten Rang in der Nationenwertung bedeutete.





 Das Team Schweiz vertreten durch Utzinger #13/Büsser #14/W.Senn #15 und Winiger #16.



Um 11:30 Start der Kat.40+ mit 11 Nationen respektiv 44 Fahrern am Start.Endlich ist einem Schweizerteam ein guter Start gelungen. Utzinger als vierter, Büsser als sechster aus der ersten Runde sah vielversprechend aus, nur leider Winiger wurde erst auf Platz 20 gesichtet. W.Senn wurde von einem anderen Fahrer auf die Hörner genommen. An der Spitze duellierten sich über das ganze Rennen die Finnen Viitanen und Backman vor dem Schweden Göranson. Utzinger kämpfte bis zum Schluss mit dem Engländer Reed um Platz 4, den er nur um wenig verpasste. Büsser kämpfte mit dem Finnen Laaksonen und dem Schweden Karlson und erreichte so den achten Rang. Winiger erreichte im Duell mit dem Dänen Jensen Rang 18. W.Senn schaffte mit zerrissener Hose und Brandwunde am Oberschenkel noch Rang 22.Das bedeutete hinter Finnland und Schweden Rang 3 im Nationenklassement nach Lauf 1.

Der Start zum zweiten Lauf verlief für die Schweizer nicht mehr so gut. Büsser als achter, vor Winiger als elfter, Utzinger als 15ter und Senn auf Rang 19 war die Reihenfolge der Schweizer. An der Spitze aber lies der Engländer Reed nichts anbrennen und feierte ein Start-Ziel Sieg vor dem dritt platzierten Göranson aus dem ersten Lauf. Ab Runde 3 kam Utzinger immer besser in Fahrt und konnte sich so noch auf Rang 7 vor Büsser klassieren. Winiger, Sieger im Duell mit dem Holländer Heijnen, sicherte somit mit Rang 13 entgültig den 3. Rang in der Nationenwertung hinter Finnland und Schweden.



 40+Team bei der Siegerehrung



Money, Money bringt den Veranstalter unter Druck.

Es wurde gezeigt wie man es eben nicht machen sollte. Aus kommerziellen Gründen wurde der Zeitplan so eng gelegt das bis 14:00 alle sechs Oldierennen ausgetragen sein sollten. Das ergab dann eine gewisse Hektik, die zusammen mit etlichen Rennabbrüchen, unter den Fahrern nicht eine all zu gute Stimmung aufkommen liess. Hier sollte sich vielleicht die ECMO Gedanken machen, das der Zeitplan so ausgelegt werden muss, das bereits bei den Rennen „Feststimmung“ aufkommt, so das sich die lange anreise für die Fahrer und Betreuer lohnt.


Reglemente
Nebst dem Alter der Fahrer sind für das „Cross de Nation“ auch die Maschinen reglementiert.

Bei den 40+ Fahrern müssen die Maschinen bis zum 31.12.1971 gebaut worden sein. Eine Maschine muss 250ccm sein, die anderen drei sind frei.

Bei den 50+ Fahrern müssen die Maschinen bis zum 31.12.1969 gebaut worden sein. Eine Maschine muss 250ccm sein, eine Viertakter die anderen zwei sind frei.

Bei den 60+ Fahrern müssen die Maschinen bis zum 31.12.1964 gebaut worden sein. Zwei Maschinen müssen Viertakter sein, die anderen zwei sind frei.

2006 findet das „Cross de Nation“ in England statt.

J.Frei



Startseite © by selmi Zurück